Unterschiedliche Scan-Methoden für Archive getestet

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) förderten im Juli zwei Talente-Praktika für Schülerinnen am Archiv der Zeitgenossen mit dem Ziel, SchülerInnen die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Technik und Naturwissenschaft näher zu bringen.

In Zusammenarbeit mit drei ERASMUS-Studentinnen aus Warschau und Bratislava des European Research Centre for Book and Paper Conservation – Restoration vom Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität wurde unter der Leitung von Mag. dr. hab. Patricia Engel ein Forschungsprojekt zur schnellen Papierbestimmung für Archivare durch Digitalisierung durchgeführt. Hierbei wurden technische Versuchsanordnungen für verschiedene Scan-Methoden durch Auflicht, Durchlicht und Streiflicht getestet: Auf den unterschiedlichen Digitalisaten konnten so zusätzliche Informationen über das Papier, wie zum Beispiel Wasserzeichen und Beschädigungen der Papieroberfläche, Papierstruktur und Faltungen sichtbar gemacht werden.

Die Eignung der Scan-Methoden im Arbeitsalltag von Archiven sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf unterschiedliche Problemstellungen wurden anhand von Archivmaterial aus dem Archiv der Zeitgenossen untersucht: Manuskripte aus dem Vorlass von Kurt Schwertsik sowie Korrespondenz von Peter Turrini und aus dem Archiv des Ensembles die reihe konnten im Rahmen dieses Projektes digitalisiert werden.

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