HK Gruber

    Bestand

    Das musikalische Werk von HK Gruber liegt in seltener autographer Vollständigkeit vor. Enthalten sind nicht nur Skizzen und Partituren, sondern auch autographes Stimmmaterial, das einen wichtigen Einblick in die Aufführungspraxis des Schaffens von HK Gruber bietet.

    Vorlass HK Gruber

    Werke:

    • Musikhandschriften (Skizzen, Entwürfe, Reinschriften) und Kopien mit handschriftlichen Eintragungen

    Korrespondenz:

    • Briefe von und an HK Gruber 
    • digital: E-Mails von und an HK Gruber

    Lebensdokumente:

    • Zeugnisse, Ausweise, Urkunden
    • Porträts und Fotografien

    Sammlungen:

    • Audiovisuelle Medien
    • Notendrucke (Belegexemplare)
    • Plakate
    • Programmhefte
    • Pressedokumentation
    • Verlagsmaterial
    • Sekundärliteratur

     

    Katalogsuche

    Der Bestand des Archivs der Zeitgenossen wird laufend im Österreichischen Verbundkatalog für Nachlässe und Handschriften erfasst. Für die Suche nach Materialien, die noch nicht erschlossen wurden, ersuchen wir um Kontaktaufnahme. Digitalisierte Bestandsmaterialien (einschließlich AV-Medien) können auf elektronischem Weg übermittelt werden.

    Kontakt:

    Dr. Martina Kalser-Gruber, MSc

    Biografie

    Geboren 1943 in Wien, startete HK Gruber seine musikalische Karriere bereits als Kind bei den Wiener Sängerknaben. An der Wiener Hochschule für Musik studierte er Kontrabass bei Ludwig Streicher, Musiktheorie bei Hanns Jelinek sowie Komposition bei Erwin Ratz und Gottfried von Einem. Als Kontrabassist gehörte er bereits im Alter von 18 Jahren dem Ensemble „die reihe“ an, spielte von 1960 bis 1969 im Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und die letzten Jahre auch Solobass. 1969 wurde er im ORF Radio-Symphonieorchester aufgenommen, wo er bis zum Jahr 1998 als zweiter Solobassist blieb.

    Mit seinen Komponistenkollegen Otto M. Zykan und Kurt Schwertsik gründete HK Gruber 1968 das „Ensemble MOB art und tone ART“, in dem er auch sein sängerisches und schauspielerisches Talent einsetzte. Die Uraufführung seines Frankenstein!! durch das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Sir Simon Rattle machte ihn 1978 auch international bekannt. Dieses „Pandämonium“ für einen singenden Sprecher und Orchester nach Reimen von HC Artmann entwickelte sich rasch zu seinem populärsten Werk mit mehr als 600 Aufführungen in aller Herren Länder und gilt als bestes Beispiel für seinen höchst individuellen Kompositionsstil.

    Im Auftrag der renommiertesten Orchester wie den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern oder dem New York Philharmonic Orchestra komponierte HK Gruber Werke, die mit diesen Spitzenorchestern bei Festivals wie dem Lucerne Festival oder den BBC Proms, ebenso aber auch in Konzertstätten wie der New Yorker Carnegie Hall zumeist unter seinem eigenen Dirigat zu Gehör gebracht wurden. Hier entstanden Dancing in the Dark (UA 2003 mit den Wiener Philharmonikern unter Sir Simon Rattle), die Oper Geschichten aus dem Wiener Wald (UA 2014 bei den Bregenzer Festspielen) oder das Klavierkonzert für Emanuel Ax, das im gemeinschaftlichen Auftrag der Berliner Philharmoniker, des Concertgebouw-Orchesters, des Königlichen Philharmonischen Orchesters Stockholm sowie des New York Philharmonic Orchestras entstand. Eine besondere Stellung in seinem Werk nehmen auch die Instrumentalkonzerte ein, so komponierte er für den Trompeter Håkan Hardenberger Aerial, seit der Uraufführung international über 90 Mal aufgeführt, oder ein Cellokonzert für Yo-Yo Ma, das seine Premiere 1989 in Tanglewood erleben durfte. Weiters zu erwähnen sind die Konzerte für Schlagzeug Rough Music oder into the open…, das 2015 von Colin Currie uraufgeführt wurde. Weiters schuf Gruber die apokalyptische Oper Gomorra nach dem Libretto von Richard Bletschacher (UA 1993 in der Wiener Volksoper), Gloria von Jaxtberg oder Das Gegenteil von Wurst ist Liebe, in der er die Schweinegeschichte Rudolf Herfurtners in Musik umsetzte (UA 1994 im Rahmen des Huddersfield Festival, Aufführungen im Münchner Volkstheater und bei den Festivals Aspen Music Festival und Wien Modern, ebenso aber der herr nordwind (UA 2005 in Zürich) auf der Basis eines Librettos von H.C. Artmann. Im Zuge des Mozartjahres 1991 entstand außerdem die Filmmusik zu Bring me the head of Amadeus. Als Chansonnier interpretierte HK Gruber Werke von Hanns Eisler oder Kurt Weill sowie Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire oder Eight Songs for a Mad King von Maxwell Davies und spielte diese auch im Studio ein. Von 2009 bis 2015 war er zudem als Composer / Conductor beim BBC Philharmonic Orchestra engagiert.

    HK Gruber erhielt 2002 den Großen Österreichischen Staatspreis und wurde im Jahr 2009 Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses. Weiters wurde er im Vorstand der Kurt Weill Foundation zum lebenslangen Ehrenmitglied ernannt.

     

    Auszeichnungen

    • 1969 und 1978: Förderungspreis der Stadt Wien
    • 1970 und 1977: Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung
    • 1975 und 1979: Würdigungspreis für Musik des BMUKK
    • 1989: Preis der Stadt Wien für Musik  
    • 2002: Großer Österreichischer Staatspries für Musik
    • 2004: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
    • 2017: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

    Werk

    Im Auftrag von Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern oder dem New York Philharmonic Orchestra komponierte HK Gruber Werke, die mit diesen bei Festivals wie dem Lucerne Festival oder den BBC Proms, ebenso aber auch in Konzertstätten wie der New Yorker Carnegie Hall zumeist unter seinem eigenen Dirigat zu Gehör gebracht wurden. Hier entstanden Dancing in the Dark (UA 2003 mit den Wiener Philharmonikern unter Sir Simon Rattle), die Oper Geschichten aus dem Wiener Wald (UA 2014 bei den Bregenzer Festspielen) oder das Klavierkonzert für Emanuel Ax, das im gemeinschaftlichen Auftrag der Berliner Philharmoniker, des Concertgebouw-Orchesters, des Königlichen Philharmonischen Orchesters Stockholm sowie des New York Philharmonic Orchestras entstand. Eine besondere Stellung in seinem Werk nehmen auch die Instrumentalkonzerte ein, so komponierte er für den Trompeter Håkan Hardenberger Aerial, seit der Uraufführung international über 60 Mal aufgeführt, oder ein Cellokonzert für Yo-Yo Ma, das seine Premiere 1989 in Tanglewood erleben durfte. Weiters zu erwähnen sind die Konzerte für Schlagzeug Rough Music oder into the open…, das 2015 von Colin Currie uraufgeführt wurde. Weiters schuf Gruber die apokalyptische Oper Gomorra, (UA 1993 in der Wiener Volksoper), Gloria, in der er die Schweinegeschichte Rudolf Herfurtners in Musik umsetzte (Aufführungen im Münchner Volkstheater und den Festivals Aspen Music Festival und Wien Modern, ebenso aber der herr nordwind (UA 2005 in Zürich) auf der Basis eines Librettos von H.C. Artmann. Im Zuge des Mozartjahres 1991 entstand außerdem die Filmmusik zu Bring me the head of Amadeus. Als Chansonnier trat HK Gruber nicht nur in für Werke von Hanns Eisler und Kurt Weill oder aber auch Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire oder Eight Songs for a Mad King von Maxwell Davies auf und spielte diese auch im Studio ein. Von 2009 bis 2015 war er zudem als Composer / Conductor beim BBC Philharmonic Orchestra engagiert.

     

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