#bookchallenge

7 Tage, 7 Bücher. Jeden Tag wird ein neues Buch auf Twitter vorgestellt.

Tag 1

Julian Schutting: Unter Palmen. Gedichte. Salzburg: Jung und Jung Verlag 2018. 80 Seiten, gebunden. ISBN: 978-3-99027-223-7

Der Autor Julian Schutting widersetzt sich seit den Anfängen seines Schreibens festen Gattungszuweisungen. Auch in seinem neuen Band sind die Grenzen zwischen Lyrik und Prosa fließend, wenngleich er den Untertitel Gedichte trägt. „Unter Palmen“ umfasst vier Langgedichte, in einer für den Autor typisch beschreibend poetischen Sprache verfasst. Die titelgebenden Palmen ziehen sich motivisch durch die abwechslungsreiche Textsammlung. Eine „sentimentalische Wanderung“ durch Palm Springs mit Barbara Schoenberg oder Gedanken über die Entdeckungsreisen Heinrich des Seefahrers bilden Ausgangspunkt für Schuttings poetischen Streifzüge. „Ja, wahlverwandt unter Palmen zu wandeln, mit Herzweh dafür gestraft.“

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Tag 2

Brigitta Potz (Hg.): Jaimini Patel. An Inventory of Small Acts. Wien, Innsbruck: Studienverlag 2019 (Archiv der Zeitgenossen, Schriften Sonderband 2). 64 Seiten, gebunden, zahlreiche Farbabbildungen. ISBN: 978-3-7065-5917-1

Der Band dokumentiert den gedanklichen Austausch der britischen Künstlerin Jaimini Patel und ihre ästhetische Auseinandersetzung mit dem Archiv der Zeitgenossen und seiner Architektur: Die Anmutung von Absenz und Leere, die Patel in einem noch ungenützten Leseraum des Archivs begegnete, bildete den Ausgangspunkt und das Bezugssystem der installierten Arbeit, einem Gefüge stillebenartiger Tableaus, das sich als Reflexion über den Status von Objekt und Material, aber auch als ein Nachdenken über die Natur von Erinnerung und Zeit lesen lässt.

Mit Beiträgen von Anja Grebe, David Komary und Jaimini Patel.

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Tag 3

Peter Turrini: Fremdenzimmer. Ein Volksstück. Innsbruck-Wien: Haymon Verlag 2018. 104 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-7099-7897-9
Das im Jänner 2018 im Theater an der Josefstadt uraufgeführte Stück „Fremdenzimmer“ von Peter Turrini ist nun auch in Buchform erschienen. Der vielfach ausgezeichnete Dramatiker erzählt darin die Geschichte eines prototypischen österreichischen Ehepaars in Früh- bzw. Mindestpension, das durch das plötzliche Auftauchen eines 17-jährigen syrischen Flüchtlings aus ihrem Alltagstrott gerissen wird. Turrini unternimmt eine subtile Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsthematik im Mikrokosmos einer Kleinfamilie und beschreibt dadurch große Themen wie Fremde, Annäherung und kulturelle Verständigung über Sprachgrenzen hinweg.

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Tag 4

Karin Moser, Andreas Ungerböck (Hg.): Peter Patzak: Filmemacher, Autor, Maler. Wien: Verlag Filmarchiv Austria 2009. 464 Seiten, zahlreiche Abbildungen, gebunden, ISBN: 978-3-902531-74-2
Der 2009 im Verlag des Film Archiv Austria erschienene Sammelband zu Leben und Werk Peter Patzaks bietet einen umfassenden Einblick in das vielseitige künstlerische Werk des Filmemachers, Autors und Malers. Die Beiträge beleuchten Patzaks Oeuvre aus unterschiedlichen Perspektiven. So widmet sich etwa Dominik Kamalzadeh dem filmischen Frühwerk, Julia Danielczyk der Verfilmung von österreichischer Literatur und Lukas Maurer der intensiven Zusammenarbeit Patzaks mit dem Drehbuchautor Helmut Zenker. Das Buch beinhaltet zudem ein ausführliches Interview der HerausgeberInnen mit Peter Patzak sowie persönliche Erinnerungen einiger WegbegleiterInnen, darunter Martin Walser, Martin Scorsese, Kristin Scott Thomas oder Bibiane Zeller. Zahlreiche Abbildungen, film stills wie auch Aufnahmen von den Dreharbeiten veranschaulichen die Texte und machen Lust, sich mit den besprochenen Filmen näher auseinanderzusetzten.

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Tag 5

Gundula Wilscher (Hg.): Vernetztes Werk(en). Facetten des künstlerischen Schaffens von Friedrich Cerha, Wien, Innsbruck: Studienverlag 2018 (Archiv der Zeitgenossen, Schriften Band 4). 186 Seiten, gebunden, zahlreiche Farbabbildungen, ISBN 978-3-7065-5661-3

Friedrich Cerha ist nicht nur Komponist, Interpret und Dirigent, sondern hat auch ein umfangreiches bildnerisches Werk geschaffen, Libretti und Liedtexte verfasst, eine eigene Lautsprache für sein Bühnenwerk Netzwerk erfunden und in zahlreichen Schriften über seine Werke und allgemeine Fragen des kulturellen Lebens reflektiert. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen, wie der bildenden Kunst, der Literatur und der Architektur auf der einen Seite, aber auch mit Konzepten und Denkmodellen der Geistes- und Naturwissenschaften auf der anderen Seite durchdringt sein künstlerisches Werk und Werken.
Der vorliegende Band versammelt im ersten Abschnitt die Beiträge der Vortragenden des Symposiums, der zweite Abschnitt beinhaltet neben einer Laudatio auf den Komponisten auch zwei Gespräche mit Friedrich Cerha sowie einen selbstverfassten Essay des Künstlers. Ein umfangreicher Bildteil zeigt Ausstellungsansichten sowie Fotografien ausgewählter bildnerischer Werke.

Mit Beiträgen von Daniel Ender, Anne Fritzen, Hartmtut Krones, Lukas Haselböck, Theresia Hauenfels und Friedrich Cerha.

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Tag 6

Klaus Kastberger, Stefan Maurer, Christian Neuhuber (Hg.): Schauplatz Archiv. Objekt – Narrativ – Performanz. Berlin: De Gruyter, 2019. Literatur und Archiv, Band 3. 173 Seiten, gebunden, ISBN: 978-3-11-065625-1

Die Neuerscheinung „Schauplatz Archiv. Objekt – Narrativ - Performanz“ ist der dritte Band aus der Reihe „Literatur und Archiv“, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Franz-Nabl Institut für Literaturforschung in Graz und dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreichs in Linz. In einer jährlichen Konferenz beschäftigen sich internationale WissenschaftlerInnen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung mit dem Themenfeld Literatur und Archiv. Die Reihe versteht sich als Austausch zwischen Archivtheorie und angewandter Praxis, Kultur- und Literaturwissenschaft. Der vorliegende Band spannt einen Bogen zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Ausstellung und Präsentation von Archiven bzw. deren Beständen hin zu digitalen Archiven und Ordnungssystemen in Archiven. Die Fachpublikation ist in physischer Form sowie bei DeGruyter als Open Access verfügbar.

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Tag 7

Christine Rigler: Diese Komödie ist eine Tragödie. Werk und Leben des Schriftstellers Peter Turrini. Biographie. Innsbruck-Wien: Haymon Verlag, erscheint 2019. 264 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7099-3473-9

Das Buch folgt Turrrinis Lebensweg, der im Jahr 1944 in einem Kärntner Dorf begann und den Dramatiker bereits im Alter von 26 Jahren an die Spitze der Theaterwelt führte. Aussagekräftiges Material dafür fand sich im umfangreichen Vorlassarchiv des Autors, bestehend aus Manuskripten, Briefen, Rezeptionsdokumenten und Bildmaterial. Als passionierter Briefeschreiber hat Turrini vor allem in seine Korrespondenz eine Fülle an Detailinformationen einfließen lassen, die hier zum Teil erstmals ausgewertet und publiziert werden. Die vielleicht wichtigste Quelle, die durch ausführliche Gespräche für dieses Buch gesichert wurde, ist jedoch die Erinnerung des Autors selbst. Damit liegt eine Biografie vor, die in enger Zusammenarbeit mit Peter Turrini entstand und nicht nur neue Fakten über sein Leben und Werk vermittelt, sondern ihn auch von seiner weniger bekannten, privaten Seite zeigt.

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