Nachlass Frederick Baker
Bestand
Nachlass Frederick Baker
Zeitraum: 1998-2020
Werke:
- Drehbücher
- Filme (auf div. Speichermedien)
Korrespondenz:
- mit Produktionsfirmen
- Filmvertrieben
- Fernsehsender
- Förderinstitutionen
- Bildungsinstitutionen/Universitäten
- Filmschaffenden
Lebensdokumente:
- Preise
- Reiseunterlagen
Sammlungen:
- Rezeptionsdokumente
- Produktionsmaterial (Drehpläne, Setlisten, Castingunterlagen, Verträge)
- Div. Drehbücher und Konzepte
- Manuskripte
- Filmfestivals
- Filmplakate
- Materialsammlung zu Ausstellungen und Filmprojekten
Biografie
Frederick Baker (1965-2020) war ein österreichisch-britischer Filmemacher, Künstler und Archäologe. Er lebte und wirkte in London, Berlin und Wien, wo er Filme produzierte, Regie führte, Multimedia-/Ausstellungs-und VR-Projekte konzipierte und umsetzte, Bücher schrieb und journalistisch tätig war. Er interviewte zahlreiche prominente Persönlichkeiten, darunter Yoko Ono, George H. W. Bush, Mikhail Gorbachev, Václav Havel, Simon Wiesenthal und Vivienne Westwood.
Baker wurde 1965 in Salzburg geboren und wuchs in London auf. Nach seinem Studienabschluss in Cambridge befasste er sich in unterschiedlichen Dokumentarfilmen mit der Zeitgeschichte Europas. Darin behandelte er etwa die politischen Umwälzungen Europas nach 1989, aber auch den Aufstieg Jörg Haiders in Österreich. Zahlreiche seiner Produktionen wurden bei der BBC oder im ORF ausgestrahlt. Frederick Baker gestaltete für den ORF mehrere auch international preisgekrönte Dokumentarfilme und Dokumentationen – u. a. ging er in „Stalin – Der rote Gott“ der Frage nach, wie der atheistische Kommunismus selbst zur Religion mutierte, untersuchte in „Imagine Imagine“, wie und warum der John-Lennon-Klassiker „Imagine“ so populär werden konnte, und begab sich in „Die Botschaft von ,Stille Nacht‘“ zu den Wurzeln der Geschichte des weltberühmten Weihnachtsliedes.
Seine Filme wurden auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt, er war Mitglied der European Film Academy und Pionier im Bereich Virtual Reality-Film. Sein Buch von 2007 The Art of Projectionism beschreibt eine von ihm entwickelte Technik, die er auch in seinen Filmen anwendete, so zum Beispiel im Dokumentarfilm Shadowing the Third Man (A/UK, 2005), der auf dem Filmfestival in Cannes 2005 Premiere feierte. Baker arbeitete zudem profiliert an der Schnittstelle der Wissenschaftsbereiche Kulturerbe, Archäologie und Digital Humanities, war an der University of Cambridge affiliert und nahm an zahlreichen Konferenzen und Publikationen teil.
Preise (Auswahl):
Klimt's Magic Garden (Filmbäckerei/Museum of Applied Arts Vienna) World VR Days, Amsterdam. Silver Halo Award for Cinematic VR
Pitoti Prometheus (Cambridge University/Filmbäckerei) 3D VR Guild Award, Liège & Best Documentary Golden Halo Award, Amsterdam VR Festival
Pitoti - Digital Rock Art in Ancient Europe (Cambridge University/Filmbäckerei) European Union Europa Nostra Award
Shadowing the Third Man (BBC/ORF/Studiocanal) mit Guy Hamilton, John Hurt (v.o.) Official Selection Cannes Filmfestival. Hauptpreis "Premio Assoluto", Filmfestival Rom
Werk
Filme als Regisseur (Auswahl):
Cinema Austria: Die erste 112 Jahre, Dokumentarfilm, Herstellungsland: Österreich
2018 Prometheus Pitoti, Kurzfilm, Herstellungsländer: Großbritannien, Österreich
2014 Und Äktschn!, Spielfilm, Herstellungsländer: Österreich, Deutschland
2010 Widerstand in Haiderland, Dokumentarfilm, Herstellungsland: Österreich
2008 Romy Schneider – Eine Frau in drei Noten, Dokumentarfilm, Herstellungsland: Österreich
2004 Shadowing the third Man, Dokumentarfilm, Herstellungsländer: Österreich, Großbritannien
2003 Imagine Imagine, Dokumentarfilm, Herstellungsländer: Großbritannien, Österreich
2001 Stalin, der Rote Gott, Dokumentarfilm, Herstellungsländer: Großbritannien, Österreich