Rückblick: "Was bleibt, ist Raum"

Ein Tag für Adolf Krischanitz zum 80. Geburtstag am 12.06.2026

Ein inspirierender Nachmittag im Zeichen der Architektur, des Dialogs und der Erinnerung: Das Archiv der Zeitgenossen an der Universität für Weiterbildung Krems, die Kunsthalle Krems, ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich und das Kino im Kesselhaus luden am 12. Juni anlässlich des 80. Geburtstags von Adolf Krischanitz nach Krems.

Zum Auftakt der Veranstaltung „Was bleibt, ist Raum“ begrüßten Heidrun Schlögl, ORTE Architekturnetzwerk NÖ, Florian Steininger, Direktor der Kunsthalle Krems, und Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst & Kultur im Amt der NÖ Landesregierung das zahlreich erschienene Publikum. Architekt und ORTE-Vorstandsmitglied Franz Denk gab in einem Vortrag einen detaillierten Überblick über das vielfältige Schaffen von Adolf Krischanitz – von Kunstraum, Wohn- und Stadtraum über Werk- und Lernraum bis hin zu Interieurs sowie Sitz- und Liegemöbeln.

Bei einer anschließenden Führung durch die Kunsthalle Krems vermittelte Florian Steininger den von Adolf Krischanitz vorgenommenen Umbau des Museums. Helmut Neundlinger führte dann durch das Archiv der Zeitgenossen und die von Krischanitz entwickelte architektonische Gesamtgestaltung der unterirdischen Räume am Campus Krems, zudem bot Brigitta Potz durch die von ihr kuratierte Ausstellung die Möglichkeit, weitere Facetten seines Wirkens kennenzulernen.

Den Abschluss bildete eine Abendveranstaltung im Kino im Kesselhaus. Nach Begrüßungsworten von Programmkuratorin Katharina Kreutzer und Eva Maria Stöckler, Dekanin der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur der Universität für Weiterbildung Krems, wurde erstmals der Film „The Dreams of an Architectivist“ von Miljana Niković gezeigt: Arbeiten des Architekten Adolf Krischanitz sowie die Räume des Archivs der Zeitgenossen und der Kunsthalle Krems wurden im Film miteinander verbunden und die Architektur so durch Bilder und räumliche Erfahrung erinnert und neu aktiviert.

Das anschließende Gespräch mit der Filmemacherin Miljana Niković sowie den ehemaligen Mitarbeiter:innen des Ateliers Krischanitz Anna Wickenhauser und Ulrich Huhs moderierte Franz Denk. „Wichtig ist, was letztlich bleibt“, zitierte die Architektin Anna Wickenhauser ein Statement von Adolf Krischanitz und fasste so den Tag für Adolf Krischanitz zusammen. Das Gespräch kann in Kürze auf der Website des Archivs der Zeitgenossen nachgehört werden.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Krischanitz Vorlass-Gemeinschaft statt: Archiv der Zeitgenossen Krems,  Az W Architekturzentrum Wien, MAK - Museum of Applied Arts und gta-Archiv der ETH Zürich.