Sommerkolloquium Wachau 2015 - Friedrich Cerha

Rückblick Sommerkolloquium 2015

Am 17. und 18. September 2015 fand am Archiv der Zeitgenossen bereits zum dritten Mal das „Sommerkolloquium Wachau“ statt. Sechs StudentInnen und AbsolventInnen der Universität Siegen (D) präsentierten die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken Friedrich Cerhas aus verschiedenen Schaffensperioden des Komponisten. Der Bogen spannte sich von einem frühen Klavierkonzert aus den Jahren 1951–54 bis zu den „3 Orchesterstücken“, welche erst 2014 vom WDR-Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste in Köln uraufgeführt wurden.

Friedrich Cerha und seine Frau Gertraud nahmen sich exklusiv für die TeilnehmerInnen des Sommerkolloquiums Zeit, um über das Werk Cerhas Auskunft zu geben und für Fragen zur Verfügung zu stehen. Dabei kamen durchaus auch Themen abseits der musikalischen Werkanalyse zur Sprache. Zu seinem frühen Werk „Intersecazioni“, das neben vier verschiedenen Tasteninstrumenten auch 10 Schlagwerker für 59 Schlaginstrumente verlangt, sagte Cerha mit leichtem Schmunzeln:

 „Das ist wahrscheinlich mein abenteuerlichstes Stück, schon die Besetzung ist abenteuerlich. Ich musste zur Zeit der Entstehung nicht praktikabel komponieren, da ich ohnehin keinerlei Aussicht auf Aufführung hatte.“

Am zweiten Tag des Kolloquiums wurde ausgewähltes Bild- und Tonmaterial aus Cerhas Vorlass präsentiert und die jungen WissenschaftlerInnen konnten individuelle Recherchearbeiten am Archiv durchführen.